Hans Meiser über Paul Spiegel und creaevent

Paul Spiegel war mein Freund. Einer, wie man ihn im Leben nur ein einziges Mal trifft und dessen Freundschaft einen ehrt. Es gab viele Situationen, in denen nur Paul helfen, zuhören oder beurteilen konnte, weil es eben nur einen Paul Spiegel gab.

Bei ihm trat das Geschäftliche immer hinter das Menschliche - ich erinnere mich an einen Bühnenunfall von mir, bei dem Paul Spiegel, der im Publikum saß, unendlich besorgt, sofort alles organisierte und machte und tat, wie es eben ein echter Freund tut.

In seinem sensitiven Umgang mit den Künstlern war er selbst einer. Wenn wir zusammen arbeiteten, zum Beispiel im Rahmen unserer gemeinsamen Firma creaevent, stand ich vorne, er hinten - bühnentechnisch gesprochen. Aber wenn er da war, lösten sich diese Grenzen auf. Ich stand vorne auf der Bühne, Paul hinten im Backstage-Bereich, der plötzlich keiner mehr war, weil Paul als versorgender Mittler dazwischen stand, also tatsächlich Schein und Sein auf einzigartige Weise verband.

Es gab keine Mauern, wenn er da war. Er hatte einen Blick für die Situationen, in denen Hilfe und Anteilnahme gefragt waren und war einfach da. Unsere gemeinsame Firma creaevent ist für mich auch das Erbe eines einzigartigen Freundes, das weiterleben wird - denn er sitzt noch mit am Tisch, vermittelt zwischen Bühne und Backstage und ist aus meinem Leben nicht weg zu denken. Wie auch.

Seine Tochter und Nachfolgerin Leonie Spiegel kenne ich lange und gut, fast von Anfang an. Wir werden gemeinsam weiterführen, was mit Paul Spiegel begann.

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